Genuss-Wanderung über dem Millstätter See

Die Wanderung beginnt beim Parkplatz der Hansbauerhütte. Die Hütte steht über der Gemeinde Seeboden am Millstätter See auf 1718 m ü. NN und ist über eine schmale Mautstraße erreichbar.

Auf gut markierten Weg (11 u. der Millstätter See Höhenweg) gewinnt man schnell an Höhe und erreicht nach ca. 1 ½ Stunden Gehzeit den Gipfel des Tschiernock (2088 m). Der steilste und schwierigste Teil der Rundwanderung ist nun geschafft. Es beginnt Genuss-Wandern pur – bei günstigen Witterungsbedingungen. Anfang Juli sind die nordseitigen Almen von blühenden Almrauschsträuchern dicht bedeckt. Unzählige Berggipfel sind nun die Wegbegleiter. Im Süden die schroffen Felstürme der Karnischen- u. Julischen Alpen. Aus westlicher Richtung grüßen die Dreitausender der Hohen Tauern. Im Norden sind die Berge der Obersteiermark zu erkennen und im Osten sind Falkert und Eisenhut ganz nah. Der Weg führt auf breiten Rücken, im leichten Auf und Ab, zu einem unbenannten Punkt der mit einem eisernen Kreuz markiert ist. Hier ist mit 2108 m ü NN der höchste Punkt der Wanderung erreicht. Am Hochpalvennock wendet sich der Wanderweg nach Süden. Entlang an einem Weidezaun führt er zum Tschierwegernock (2010 m) und zur Alexanderhütte auf 1766 m. Noch vor der Hütte werden die Wanderer von der Blütenpracht einer Arnika-Wiese überrascht. Nach einer Rast (empfohlen) in oder an der Hütte geht es auf schmalen Steig, immer mit Ausblicken auf den Millstätter See, vorbei an der Leitenbacher Alm und der Sommeregger Hütte zurück zum Ausgangspunkt.

Gehzeit: ca. 4 Stunden
Höhenmeter: ca. 590
Ausrüstung: gutes Schuhwerk, Windschutz

Bilder:      

Von der Stouhütte (960 m) zur Bärentaler Kotschna (1944 m)

Die Wanderung beginnt beim Parkplatz unterhalb der Stouhütte im Bärental. Der Wanderweg ist mit "672" u. "603 A" bezeichnet. Von Beginn an führt der Weg im Wald steil bergan. Vorbei am verlassenen Gehöft Schneider, in dessen Nähe sich eine Wiese übersät mit weißen Narzissen befinden soll. Leider waren diese Ende des Monats Mai bereits verblüht, sodaß nur noch ein spärlicher Rest vorgefunden wurde. Die auf den Wegweisern angegebene Zeit bis zum erreichen des Gipfels der Bärentaler Kotschna ist sehr optimistisch berechnet. "Normale" Wanderer, die sich Zeit nehmen wollen um die herrlichen Aussichten zu genießen, sollten 1 Stunde mehr in ihrer Zeitplanung einbeziehen. Kurz vor erreichen des Bärensattels auf 1703 m wird der Weg noch steiler und felsiger. Auf dem Bärensattel wendet man sich Richtung Nordwest und steigt zur Höhe Zijalke auf 1875 m auf. Man sollte sich nicht wundern, dass der Weg plötzlich bergab führt. Es ist leider so, und nach kurzem Abstieg führt der Weg durch ein Latschenfeld geradewegs hinauf zum Ziel. Enttäuschung macht sich breit. Kein Gipfelkreuz, nur ein kleiner Steinhaufen markiert den höchsten Punkt. Die triste Hütte einer Wetterstation macht den Eindruck noch schlimmer. Dafür wird man mit einer Aussicht auf die Koschuta und das Hochstuhl-Massiv im Osten, auf das Save-Tal und Bled mit dem Bleder See im Süden belohnt. Aus Süd-West schaut der Triglav herüber und im Norden geht der Blick bis zu den Nockbergen. Die Mühe des Aufstiegs hat sich gelohnt.
Für den Abstieg sollte der gleiche Weg wie für den Aufstieg gewählt werden.

Höhendifferenz: 1022 m
Gehzeit: 3 Stunden Aufstieg, 2 Stunden Abstieg
Anspruchsvolle Bergwanderung, keine besonderen Schwierigkeiten
Keine Einkehrmöglichkeit

Bilder:  

Wandern u. Kuiltur

Wandern und Kultur!

Die zunehmende Motorisierung verführt die Menschen dazu, immer weniger zu laufen. Die Folge davon sind viele durch Bewegungsmangel verursachte Krankheiten. Es ist deshalb erfreulich, dass in letzter Zeit wieder mehr gewandert wird. 
Aber nicht allein die körperliche Betätigung macht den Wert des Wanderns aus, sondern auch das Schauen und Erleben. Auf die Zahl der Kilometer kommt es dabei nicht so sehr an. Ob man lieber in froher Gesellschaft über Berg und Tal wandert oder allein die Natur genießen will, ist eine Frage der persönlichen Einstellung.
Wanderzeit ist immer, denn jede Jahreszeit hat ihre besonderen Reize. Schön ist es im Frühjahr, wenn die Buchen ausgeschlagen haben und der Wald vom vielstimmigen Gesang der Vögel erfüllt ist. Nicht minder schön ist es im Herbst, wenn der Laubwald sein buntes Kleid anlegt. Auch der Sommer hat seine Reize, obwohl zu bedenken ist, dass in dieser jahreszeit Hitze und fliegende Plagegeister lästig werden können. Für viele ist ein tief verschneiter Winterwald die schönste Wanderkulisse. Bei vernünftiger, der körperlichen Leistungsfähigkeit angepasster Streckenbe-messung kann jede Wanderung zu einem freudigen Erlebnis werden.
Das Erlebnis wird vertieft, wenn man mit der geschichtlichen Vergangenheit des Wandergebietes vertraut ist. Bei der Vorbereitung einer Wanderung sollte auch auf die kulturellen und historischen Kleinode am geplanten Weg geachtet werden.

Dann wird die Wanderung zu einen geistigen und körperlichen Genuss

Wandern

Ein Leben ohne

Wandern

ist möglich

aber sinnlos

aus "Hochgefühle" Magazin des Alpenvereins Klagenfurt

Von der Vellacher Kotschna zum südlichsten Punkt Österreichs

Von der Vellacher Kotschna zum südlichsten Punkt Österreichs

Das herrliche Trogtal der Vellacher Kotschna wird erreicht, wenn man der Bundesstraße 82 von Bad Eisenkappel zum Seebergsattel folgt. Nach der Ortschaft Bad Vellach zweigt die Straße zum Paulitsch-Sattel ab und schon nach wenigen hundert Metern zweigt eine Forststraße nach rechts, Richtung Süden, ab. Nach etwa 2,5 km versperrt eine Schranke die Weiterfahrt. Dort beginnt unsere Wanderung in das wegen seiner Ursprünglichkeit und Schönheit, mit seinen Felswänden und Karen sowie wegen der reichhaltigen Pflanzenwelt bereits vor mehr als 50 Jahren zum Naturschutzgebiet erklärte Tal.
Der Wanderweg führt zunächst auf einer Forststraße in südliche Richtung. Nach etwa 1 Kilometer zweigt der mit „613“ bezeichnete Steig nach Süd-Ost ab. Durch den Wald, der Steig immer steiler werdend, kommt man hinauf zu einem kurzen felsigen Abschnitt, der mit Hilfe von befestigten Seilen überwunden wird. Ein kleiner Brunnen, die einzige Wasserstelle auf dieser Tour, ladet zur Rast ein. Etwas höher wird auf 1469 m die „Offnerhütte“, eine Jagdhütte, erreicht. Durch dichtes Erlengebüsch, später durch ein Latschenfeld, muss der Weg gesucht werden. Über ein großes Schotterfeld, steil aufwärts, wird auf 1999 m der Sanntaler Sattel erreicht. Von hier bietet sich ein schöner Blick nach Osten hinab in das Logartal. Noch großartiger wird das Bild wenn man dem Steig nach Westen zum ¼ Stunde entfernten Seeländer Sattel (2034 m) folgt. Auf diesem fast ebenen Pfad bewegt man sich entlang des südlichsten Punktes Österreichs. Der grandiose Blick auf die Gipfel der Steiner Alpen - Skuta (2532 m), Dolgi hrbet (2473 m), Grintovec (2558 m) und Jezerska Kocna (2540 m) und hinunter in die Ravenska Kocna – sind Lohn für den mühsamen Aufstieg.
Der Abstiegsweg ist identisch mit dem Aufstieg.
Die Möglichkeit einer Überschreitung bietet sich beim Sanntaler Sattel über die Okrešlj zur Frischauf-Hütte (1396 m) und in das Logartal an. Beim Seeländer Sattel kann man über die Krainer Hütte (1700 m) und Tschechischen Hütte (1542 m) in die Ravenska Kocna absteigen.

Talort: Bad Eisenkappel
Höhenunterschied: Parkplatz an der Schranke (968 m) > Seeländer Sattel (2034 m)
Gehzeit: 6 Stunden
Schwierigkeit: Trittsicherheit und Ausdauer unbedingt erforderlich

Bilder:   

(c) Wanderbund Gösselsdorf Impressum