Wanderbund Gösselsdorfersee wandert in Osttirol

Wanderbund Gösselsdorfersee wandert in Osttirol.

Die Wanderfahrt des Wanderbund Gösselsdorfersee am 7. u. 8. Juli 2018 führte nach Osttirol. Stationen waren die Basilika in Maria Luggau, das Leistungszentrum für Langlauf und Biathlon in Obertilliach, die Marktgemeinde Sillian und eine Wanderung über den Golzentipp (2317 m) in den Gailtaler Alpen.
Der moderne Reisebus des Eberndorfer Reiseunternehmens Siencnik brachte 34 Wanderer durch das Lesachtal nach Maria Luggau. Die Besichtigung der Wallfahrtskirche, ein Besuch im Brotmuseum und eine Kurzwanderung über den Mühlenweg standen an. Nach ausgiebiger Mittagsrast wurde das Leistungszentrum für Langlauf und Biathlon in Obertilliach besichtigt. Der Geschäftsführer der Sportanlage gab eine Kurzeinweisung in die Aufgaben und Funktion des Leistungszentrums. Einige Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, mit den Waffen der Biathleten auf die in 50 Meter Entfernung befindlichen Ziele zu schießen. Keine leichte Aufgabe. Der Abend und die Nacht wurden in einem 4-Sterne-Hotel in Sillian verbracht.
Die Wanderung tags darauf begann mit einer Gondelfahrt von Obertilliach hinauf zur Conny-Alm auf 2050 Meter. Der Gipfel des Golzentipp auf 2317 Meter wurde nach ca. 1 ½ Stunden wandern über mäßig steilen Anstieg erreicht. Einer der Teilnehmer ließ es sich nicht nehmen und wanderte von Obertilliach (1450 m) über den Gipfel des Golzentipp (2317 m) zur Conny-Alm (2050 m) und zurück nach Obertilliach. Vom Gipfel des Golzentipp bietet sich ein ausgezeichneter Blick zu den Julischen u. Karnischen Alpen im Süden und über die Lienzer Dolomiten und Villgratener Berge bis hin zu den Hohen Tauern im Norden.
Ein Teil der Wandergruppe bevorzugte für den Abstieg den Wanderweg, der über eine Almwiese, den Bukelin (2057 m) und den Gripp (1952 m) zum Busparkplatz führt.
Einen zünftigen Abschluss der Wanderung bereiteten die Obertilliacher Musikanten, die beim Kirchtag aufspielten.

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Wanderung von Diex nach Hochfeistritz

Wanderung von Diex nach Hochfeistritz.

Diese Wanderung beginnt in einer der sonnenreichsten Gemeinden Kärntens – in Diex. Vom Parkplatz in unmittelbarer Nähe der weithin sichtbaren Wehrkirche aus geht es zunächst auf asphaltierter Straße, dem Hinweisschild „Saualpe“ nach leicht bergauf. Schon nach wenigen Schritten wird man mit einem herrlichen Panoramablick über das untere Drautal belohnt. Der Blick schweift vom Ursulaberg im Osten, über das Petzenmassiv und die Koschuta im Süden bis zum Dobratsch und Gerlitzen im Westen. Bei einem Marterl folgen wir dem Weg, der mit der Markierung einer weißen römischen V auf rotem Grund gekennzeichnet ist. Noch immer leicht ansteigend führt der Wanderweg auf einer Forststraße in Richtung Nord-Ost. Auf der Diexer Alpe zweigt der Wanderweg 308 ab, der zur Saualpe führt. Wir wandern weiter auf der Forststraße und orientieren uns an der Markierung „weiße V auf rotem Grund“. Nach etwa 3-stündiger Wanderung wird die Wehrkirche in Hochfeistritz, das Ziel der Wanderung, er­reicht. Die Kirche liegt am stark frequentierten Hemma-Pilgerweg, daher darf auch ein Gast­hof als Labestation nicht fehlen. Nach einer Rast ist die Besichtigung der barockisierten Kir­che empfehlenswert.

Als Rückweg nach Diex wählen wir die Forststraße in südliche Richtung. Nach etwa 4 Kilo­meter trifft unser Weg beim Kontsche-Kreuz auf die Straße von Diex nach Brückl. Wir folgen nach links und zweigen nach wenigen Metern von der asphaltierten Straße ab und folgen der uns bereits bekannten Markierung auf einem Waldweg zurück zum Ausgangspunkt.

Wegstrecke:    ca. 20 Kiolometer
Gehzeit:         ca. 5 ½  Stunden
Höhenmeter:  ca. 840
Karte:            Freytag&Berndt WK 237

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Was ist Wandern ?

Wandern - was ist das eigentlich? Der Versuch einer Definition

von  Sven Giersig

“Wandern ist eine Tätigkeit der Beine – und ein Zustand der Seele.” Dieses Bonmot des Allgäuer Schriftstellers und begeisterten Wanderers Josef Hofmiller trifft den Kern der inzwischen wieder auflebenden Wanderbegeisterung. Auf gesunde Weise wird die sportliche Leistungsfähigkeit der Beine beziehungsweise des ganzen Körpers trainiert, und gleichzeitig vermittelt das Unterwegssein und das Naturerleben ein einmaliges Gefühl von Entspannung und Erhabenheit.

Jetzt stellt sich aber die Frage: wann stellt sich diese Gefühl denn ein? Was ist denn eigentlich Wandern? Denn natürlich ist nicht jede Form der Fortbewegung zu Fuß auch gleich Wandern. Zuerst einmal kann man zu einem bestimmten Zweck wandern, wie es heute noch die Zimmerleute auf der Walz tun. Im Allgemeinen meinen wir mit Wandern aber eine gehende Fortbewegung als Selbstzweck. Also Wandern um den Wanderns willen.

Allerdings haben auch ein sonntäglicher Stadtbummel oder ein Spaziergang keinen anderen Zweck als das Gehen an sich. Ist also jeder Spaziergänger gleich ein Wanderer? Wohl kaum! Das sagt einem ja schon das Bauchgefühl. Eine repräsentative Befragung durch den Deutschen Wanderverband, was denn nun unter dem Begriff “Wandern” gemeinhin verstanden wird, kommt zu folgender Definition: Wandern ist Gehen in der Landschaft. Es ist eine Freizeitaktivität mit unterschiedlich starker körperlicher Anforderung, die das mentale und physische Wohlbefinden fördert. Charakteristisch für eine Wanderung ist demnach auch: eine Dauer von mehr als einer Stunde auf Basis entsprechender Planung. Dabei nutzt der Wanderer eine spezifische Infrastruktur und eine angepasste Ausrüstung.

Die körperliche Herausforderung, der sich der Wanderer stellt, kann dabei ganz erheblich sein! Einen besonderen Hype erlebt gerade das  Fernwandern, das neumodisch als Thru-Hiking bezeichnet wird. Durch die Bücher von Bill Bryson und Cheryl Strayed sowie die Verfilmung von “Wild - Der Große Trip” sind die großen us-amerikanischen Trails gerade besonders in Mode. Und auch der Jakobsweg, der ja bekanntlich immer vor der eigenen Haustür beginnt, hat durch diverse Bücher einen riesigen Zuwachs an Pilgern und Wanderern erlebt.

Pilgern ist überhaupt wohl die ursprünglichste Form des Wanderns, die auch den Gedanken Hofmillers an die Seele in das Zentrum des Wandererlebnisses rückt. Aber auch für weniger religiös motivierte Menschen gibt es eine Erklärung, warum Wandern so unheimlich wohltuend wirkt: das Erleben des Flow, also eines absoluten Aufgehens in einer Tätigkeit, kann sich bei ausreichend langen Wanderungen einstellen. Psychologen, die diesen Zustand erforscht haben, beschreiben Flow als Zustand eines beglückenden Tätigkeitsrausches bis hin zu ekstatischer Trance. Das sollte doch motivieren, das Wandern einmal zu versuchen!

Das Können ist des Dürfens Maß -- Paul Preuß

Letztlich ist es dann also egal, ob man bergwandert, bergsteigt, Nordic Walking betreibt oder sich auf Pilgerschaft begibt. Bei allen feinen Nuancen und wohldefinierten Unterschieden in der Ausgestaltung der Wanderschaft, stehen die eigene Motivation und das sich einstellende Wohlbefinden im Mittelpunkt. Dafür ist es wichtig, dass die Anforderungen zu der körperlicher und mentalen Leistungsfähigkeit der Wanderer passen und man sich weder unter- noch überfordert. "Das Können ist des Dürfens Maß", so lautet die bergsteigerische Grundregel Paul Preuß. Dann stellt sich schnell der Spaß am Wandern ein und vielleicht auch das Flow-Erlebnis.

Nicht zuletzt macht auch die Geselligkeit und die Gemeinschaft unter den Wanderern den besonderen Reiz aus. Das gemeinsame Unterwegs sein in der Natur wie auch das Einkehren in der Herberge. Geteiltes Leid und gemeinsame Freud am Ende einer Etappe. Wind und Wetter getrotzt zu haben und schließlich das vorher gesteckte Ziel zusammen erreicht zu haben.

Wo ist also ein guter Ort zum Wandern? Hier! Und die beste Zeit? Jetzt!

Draubrücke

Die Brücke über den Völkermarkter Stausee.

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Da Rucksack

Da Rucksack

An Rucksåck hast gekåft, an neian,
mit Trågkomfort, ån ganz ån teiern.
Mit Bandlan, Schlauf’n un viel Fachl,
fürn Regn noch a Überdachl.

Da Ålte, der zerschlissne Binckl,
hängt traurig jetzt im Åbstellwinkl.

Doch is der Neie scho als låra,
vor lauter Trågkomfort viel schwårer.

Er fasst und schluckt, es is a Wunder,
zur Gänze den alpinen Plunder,
sogår an Hüftgurt noch, zwa Peitl,
für’s Hartgelt und für’n Taschnfeitl.


Für Wäsch‘ und Jausn, akkurat
genau zum Schlichtn, separat
stopfst eine noch zur Dosn Bier
Enertschiegetränk vom roten Stier.

Trotzdem, es wåchsen eam net Flügl,
Du zachst ean selber über’n Hügl.

Für die Schiturn dånn zur Winterszeit,
mei Liaba! da gibts erst a Freid!

Pieps und Schaufel, Sondn, Felle,
a die Daunenjåckn hast zur Stelle.
Pickl, Eis‘n vielleicht noch å Seil,
einegehn tuats alleweil.


Dei blaues Wunder båld dalebst,
wenn ihn jetzt amål „aufe“ hebst.
So breit, so hoch als wie å Kist’n,
fåst gehst so liaba auf die Pist’n.

Das darf net sein, das is z’vül,
drum påckst wieda ausse, mit Gefühl,

den Fotoapparat mit Zoom und Tasch’n,
Reservefell, die zweite Flasch’n,

Verbandszeug und die Biwaksackl,
das gibst Deim Freind, dem fest’n Lackl,
statt Speck und Würscht hast Müsliriegl,
scho‘ is er klåner, schau in Spiegl.


Sonst nimmst halt wie im Himalaya,
an Träger, åber die san teia.
Bei uns då wirst a kaum ån find’n,
doch schadet nit, a bisserl schind’n.

Fråg nur den Herrgott, der wird såg’n:
Dei Binckerle muast selba trågn.

Frei nach „Manke“!

Liebe Wanderfreunde, wir würden uns über eine "Rückmeldung" auf der Feedback-Seite freuen.

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